Masterclass Teilnehmer

RAY MASTER CLASS

Studentinnen und Studenten: 

 

Joschua Yesni Arnaut (*1989 DE),

Laura Brichta (*1991 DE),

Alice Glagau (*1990 DE), Onur Gökmen (*1985 TR),

Siri Hagberg (*1992 SE),

Laura De Luca (*1995 DE), Felicitas von Lutzau (*1988 DE),

Hannah Moser (*1990 DE), Ivan Murzin (*1985 RU), Philipp Rabe (*1993 DE),

Felix Schöppner (*1990 DE)

N E X U S­­­
RAY MASTER AUSSTELLUNG

 

24. Mai bis 27. Mai 2018
Eröffnung: Mittwoch, 23. Mai, 19 Uhr

 

Die RAY MASTER CLASS ist eine Kooperation von RAY 2018 und Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Hochschule Darmstadt, Kunsthochschule Mainz. Die RAY MASTER CLASS wurde angeleitet von Arno Rafael Minkkinen und wird von der Crespo Foundation und Olympus unterstützt.

 


Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Künstler Georges Braque und Man Ray des Öfteren Kunstgeheimnisse bei einem oder auch zwei Gläsern Wein in Paris ausgetauscht haben. Auf jeden Fall prägten Braques Prinzipien und Man Rays Praxis grundlegend die Auseinandersetzung der RAY MASTER CLASS, die zum ersten Mal mit elf Studentinnen und Studenten in diesem Frühjahr stattfand. „Aus beschränkten Mitteln“, sagte Braque, „entstehen neue Formen.“ Und es war natürlich Man Ray der immer wieder bewies, dass Braque damit genau richtig lag. Ausgehend von diesen Einschränkungen nämlich entdeckt ein Künstler erst, was er kann; und ebenso kritisch, was er nicht kann. Braque und Man Ray sind künstlerisch unterschiedliche Wege gegangen, sie arbeiteten nicht an Projekten, die Anfang, Mitte und Ende hatten, auch hatten sie keine spezifischen Lösungen für bestimmte kuratorische Ziele. Stattdessen suchten sie, wie auch die RAY MASTER CLASS, nach einer weitaus größeren Herausforderung: Der, eine lebenslange Vision zu entwickeln, die ein starkes Durchhaltevermögen und eine klare Haltung voraussetzt, mit der jede künstlerische Arbeit ganz individuell entwickelt wird, man sich dabei aber dennoch immer treu bleibt. Etwas extrem, könnte man sagen, wenn man die Fülle an projektgetriebener Studentenarbeit heute betrachtet.

Studentinnen und Studenten der RAY MASTER CLASS — einem experimentellen Nexus, bestehend aus elf sehr verschiedenen, jedoch sehr kreativen Seelen — präsentieren hier eine Auswahl ihrer Versuche konsequent zu bleiben, das zeitliche aus dem Zeitgenössischen heraus zu nehmen, und damit zu beginnen, lebenslange Visionen zu erschaffen, die eine breite Masse erreichen wollen und es deshalb auch tun werden. Allein ihre sehr unterschiedlichen Herangehensweisen lassen hoffen, dass die linsenbasierte Kunst weiterhin so lebhaft und bedeutungsvoll wie eh und je bleibt.

Kunst ist sichtbar gemachtes Risiko.
                                                                                                                               — Arno Rafael Minkkinen, 2018

About Ray 2018

RAY 2018 Fotografieprojekte

 

EXTREME
Die internationale Fotografie-Triennale RAY 2018 präsentiert vom 24. Mai bis 9. September zum dritten Mal herausragende Positionen der Fotografie und verwandter Medien an über zehn Standorten in Frankfurt und der Region. In inhaltlich miteinander korrespondierenden Ausstellungen zum Thema EXTREME reflektieren mehr als 40 ausgewählte internationale Künstlerinnen und Künstler mit ihrer fotografischen Praxis gesellschaftliche Transformationen, Identitätskonzepte und ästhetische Tendenzen im 21. Jahrhundert. In Kooperation mit über 15 Partnerinstitutionen und Sammlungen der Region sowie mit zahlreichen Events verspricht RAY 2018 eine facettenreiche Auseinandersetzung mit der Fotografie vor dem Hintergrund ihrer gesellschaftlichen Bedeutung. Eröffnet wird RAY 2018 erstmalig mit einem viertägigen Festivalauftakt: Vom 24. bis 27. Mai 2018 sind Fotobegeisterte, Besucherinnen und Besucher sowie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich zum Medium Fotografie und dem Triennale-Thema EXTREME auszutauschen.

RAY 2018 ist eine Kooperation von Darmstädter Tage der Fotografie mit dem Kunstforum der TU Darmstadt, Deutsche Börse Photography Foundation in The Cube, Eschborn, DZ BANK
Kunstsammlung – ART FOYER, Fotografie Forum Frankfurt, Frankfurter Kunstverein, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, Marta Hoepffner-Gesellschaft e.V. im Stadtmuseum Hofheim, Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main, MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main und Nassauischer Kunstverein Wiesbaden.

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"BEAUTY AND THE BEAST

 

Laura De Luca's vision belongs to a growing chorus against cold formality in photography, something one might call “Nein Sachlichkeit." In this exhibition, she uses the medium to examine life’s most extreme moment, the one experience we can never share with anyone because no one can say, “I just died.” Or can we? 

 

I wake up early and see a floating rock off the shore of the pond we live on. But there are no rocks in that area of the pond. And rocks don’t float. So maybe it’s just the swan enjoying breakfast. Twenty seconds later,no sleek neck, no black-billed head rising up for air. Better go down and take a closer look. There in the cloudy liquid, carrying a blanket of flies on its back, sure enough, the thing of beauty now only bobs in the waves. I rush into the house to let my wife know the swan is dead. A profound sense of sadness fills the room, we are almost on the verge of tears. What a graceful creature, coming to our shore to die. My wife wants to check firsthand. Coming back, she exclaims, “Did you see the tail? That’s no swan. It’s a beaver.” We pour morning coffee and go about our agendas as a creeping sense of shame overtakes us. Why are our tears reserved only for a thing of beauty and not for the demise of a well-intentioned, powerful, almost primitive beast?

 

Which brings me to another swan from decades past, stuck in an ever-shrinking puddle of ice water as winter moved in too fast over the frozen pond. One bitterly cold morning, unable to sleep, worrying that the swan would be shackled to death by the ice, I focused my binoculars to see it alive perhaps for the last time, beautifully backlit in the morning sun, not an ounce of floatable water left, when all of a sudden and with great determination, one webbed foot after the other plops up on the hard, gleaming ice, wings start flapping, and off it takes like a jet plane into the wild, blue yonder. "                                                       

                                                                                                                                                         Arno Rafael Minkkinen, 2018